Wie kann die Menschheit überleben? Angesichts der zunehmenden Wirren auf der Erde stelle ich diese Frage weniger aus aktueller Angst um mein Leben sondern eher, um an diesem Maßstab das gefährliche  Verhalten der Menschen beurteilen zu können.m Hieraus leite ich dann ab wie sich der Mensch verhalten müsste, um zumindest seinen Untergang zu vermeiden.

Selbst hier in Europa ist ja die Zerstörung allgegenwärtig. Aber auch in den anderen Regionen sehe ich, dass sich vor allem Unfrieden, Krieg, Terror, Chaos ausbreiten. Warum leben selbst die westlich geprägten Gesellschaften nicht glücklich und zufrieden? Sie tragen sogar wesentlich zu der beklagenswerten Situation bei. Ich bin von alldem betroffen und frage mich was ich dazu beitragen könnte, um Abhilfe zu schaffen. Als Aktiver in Umweltverbänden oder Parteien habe ich das versucht; Es ist mir bisher nicht geglückt.
Vor diesem Hintergrund stelle ich in meinem Buch grundlegende Überlegungen zum menschlichen Leben an: Wie und warum schaffen es die Menschen, nicht, von sich und ihrer Umwelt Schaden abzuwenden und so langfristig möglicherweise sogar die eigene Gattung zu gefährden? Was müssten wir Menschen anders machen? Dazu gehe ich wie folgt vor und und beschreibe dies in 8 Kapiteln:

In Kapitel 1 höre ich auf Aussagen meiner Mitmenschen und werte diese mit meinem psychologischen Wissen aus. Es handelt sich dabei um Tatsachen­beobachtungen im Sinne der Soziologie.

In Kapitel 2 frage ich: Wie steuert sich der Mensch? Er ist ein biologisches Lebewesen wie die anderen Lebewesen auch. Bei diesen kann ich ein derart schädliches Verhalten nicht beobachten.

In Kapitel 3 betrachte ich was der Mensch falsch macht. Er verwendet etwa zu viele unerprobte Hirnkonstrukte, überfordert seinen Verstand und viele seiner Steuerprogramme sind veraltet. Dies hat zur Folge, dass die meisten Individuen nicht genügend geistig-seelisch entwickelt sind. Sie verkennen etwa die Bedeutung von Evolution und Population und missachten ihre Umwelt als ihre Lebensgrundlage. Außerdem verkennen sie die Bedeutung von Frieden.

In Kapitel 4 beschreibe ich wie sich dieses falsche Denken und Handeln auswirkt. Ich beschreibe die Folgen obiger Fehlleistungen für wichtige Lebensbereiche der menschlichen Gesellschaften: Religionen, Wissenschaften, Gemeinwesen (incl. Gesellschaften, Politik, Beziehungen), Gesundheitswesen, Wirtschaftssysteme (incl. Verkehr, Finanzwesen, Umwelt) und Umweltbewegungen. Diese Auswahl zieht sich durch das gesamte Buch.

In Kapitel 5 überlege ich wohin sich der Mensch steuern sollte. Dazu erstelle ich zunächst eine Diagnose der Situation. Demnach ist das heutige Leben für den Menschen so komplex geworden, dass sie damit nicht mehr zurecht kommen. Dies könnte zur Folge haben, dass der Mensch sich selbst abschafft.
Wir wissen mit Hilfe der Wissenschaften wie menschliches Leben auf der Erde entstand. Wir sind ein Ergebnis der Evolution. Unsere Steuerung erfolgt über unseren Steuerorganismus, über Hirn und Psyche. Der Verstand ist relativ schwach, die Psyche bestimmt unser Handeln weitgehend. Sie wird vor allem durch Erziehung geprägt. Ihr Kennzeichen ist ein ausgeprägter Widerstand gegen Veränderungen.
Das Ergebnis ist der heutige Mensch. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass er keine Bindung zu seiner Biologie hat. Dadurch läuft er Gefahr, seine Lebensgrundlagen zu zerstören und damit vielleicht sogar sich selbst zu eliminieren. Er ist etwa hauptsächlich auf Materielles ausgerichtet: Technik, Konsum, physische Macht usw.
Die Therapie sollte die beschriebenen Mängel beseitigen. Mein Therapievorschlag gründet sich auf den Verstand. Dieser ist zu großen Leistungen in der Lage. Gewaltige Veränderungen sind machbar wie wir an den Leistungen der Technik sehen.
Da uns jedoch die Grundlagen für ein rein wissenschaftliches Herangehen fehlen (Wir wissen etwa nicht was der Sinn und die Funktion des Weltalls sind. Welche Kraft/Kräfte haben alles gestaltet; Wie entstanden etwa die Naturgesetze?) müssen wir eine pragmatische Lösung versuchen. Diese pragmatische Lösung definiert den Sinn des menschlichen Lebens, zumindest als Gattung zu überleben. Dazu muss sich der Mensch im Sinne der Evolution verhalten; Also etwa die Umwelt erhalten. Zudem muss er sich als positiver Teil der Population verhalten. Wir kommen ohne Glaube nicht aus und brauchen eine neue Religion – die Überlebensreligion – da die bekannten Religionen das Überleben des Menschen als Gattung noch nicht einmal thematisieren . Deren Hirnkonstrukte sind nicht auf dem Stand des heutigen Wissens. Zu diesem Zweck müssen die Menschen lernen, nach den Regeln einer Überlebensethik zu leben. Für eine solche definiere ich die Überlebensaxiome Entwicklung, Evolution, Umwelt, Population und Friede.

In Kapitel 6 entwickle ich aus diesen Überlebensaxiomen eine Überlebensmoral für die Praxis. Dazu gehören die Überlebensgebote:
Der Mensch muss sich in die Evolution einfügen, er muss die Population anstatt des Individuums in den Vordergrund stellen sowie die Umwelt erhalten und ggf. reparieren. Dies bedeutet:
Bei der Evolution muss er die biologischen Voraussetzungen und Bedingungen für seine Existenz beachten.
Für die Population gilt: Jedes Individuum hat einen Steuerorganismus – etwa sein Hirn. Die Menschen müssen sich so steuern, dass die Gattung überlebt.
Die Population ist das eigentliche Lebewesen, das Priorität genießen muss. Dies bedeutet, dass Jeder zuerst bei sich schauen muss.
Dies dürfte ihm nur gelingen wenn er in Frieden lebt. Das Verhalten der Menschen wird weitgehend von der Ethik bestimmt.
Deshalb schlage ich vor, die Überlebensethik entsprechend auszurichten und umzusetzen.
Hierzu müssen sich die Menschen so weit geistig-seelisch ertüchtigen, dass sie dies schaffen. Andernfalls verschwinden sie wieder von der Erde.
Für die ausgewählten Gesellschaftsbereiche Religionen, Wissenschaften, Gemeinwesen (incl. Gesellschaften, Politik, Beziehungen), Gesundheitswesen, Wirtschaftssysteme (incl. Verkehr, Finanzwesen, Umwelt) und Umweltbewegungen schlage ich Verhaltensregeln vor, die als Leitlinien fungieren sollen. Sie sollen den Dekalog (10 Gebote der Bibel) ersetzen und eine bessere Grundlage des menschlichen Zusammenlebens werden.

In Kapitel 7 stelle ich Überlegungen dazu an, wie die Überlebensethik für die ausgewählten Gesellschaftsbereiche in die Praxis umgesetzt werden könnte. Als Ingenieur denke ich lösungsorientiert und versuche, einen Bezug zur konkreten Praxis zu finden; Ich will es nicht bei der reinen Theorie belassen.

In Kapitel 8 stelle ich dar wie sich die Umsetzung der Überlebensethik in den ausgewählten Gesellschaftsbereichen auswirken könnte.

In den Monaten seit dem Erscheinen des Buches im März 2016 hat sich die Lage bereits heute (18.1.2017) in der Welt etwa mit dem angekündigten Brexit, der Wahl Trumps in USA, mit der Zerstörung der Demokratie in der Türkei und mit dem Sieg des Assad-Regimes in Syrien dramatisch verändert. Ich sehe meine Thesen bestätigt: Die geistig-seelische Unterentwicklung des materialistisch ausgerichteten Industriemenschen wird ihn wahrscheinlich immer schlimmere Schicksalsschläge erleiden lassen. Wir sehen dies auch in Europa mit der Erosion der EU und der Gesellschaft. In verschiedenen Beiträgen versuche ich, dies zu verdeutlichen.